Angeln am Rhein

 

Natürliche Köder

Partikel

Partikel sind Samenkörner verschiedener Pflanzen. Sie eignen sich zum Anfüttern und als Hakenköder.Die wohl bekanntesten sind Mais und Hanf. Aber auch mit folgenden Samen kann erfolgreich geangelt werden: Kidney-Bohnen, braune Bohnen, dicke Bohnen, Ahornsamen, Weizen, Kichererbsen, weiße Bohnen, Tigernüsse, Lupinensamen

Am einfachsten ist die Verwendung direkt aus der Dose. Diese Köder sind jedoch meist recht weich, so daß auch kleinere Fische Gefallen daran finden. Für größere Fische wie Karpfen, Graskarpfen, große Schleien usw. empfiehlt sich die Verwendung von getrockneten Samen. Diese müssen jedoch vorher eingeweicht und kurz gekocht werden, damit sie quellen und etwas weicher werden. Dabei können wenn gewünscht, Farbe und Aroma zugefügt werden. Diese relativ harten Köder werden am Haar angeboten.

Boilies

Der Karpfenköder der Neuzeit! Boiliessind gekochte und anschließend getrocknete Teigkugeln.

Die gängigsten Durchmesser zum Karpfenangeln sind 16mm-24mm, wobei es jedoch auch kleinere und größere Boilies gibt. Diese werden auch erfolgreich auf andere Fische wie Schleie, Brassen, Döbel und sogar Wels eingesetzt. Unterschieden wird zwischen sinkenden Boiliesund schwimmenden PopUp Boilies. Bei Farben, Geschmack und Geruch gibt es inzwischen eine unüberschaubare Vielfalt. Einige Angler stellen sich ihre Boilies selbst her. Für die Boilieherstellung werden oft Boiliemixeverwendet. Aber auch Fertigboilies haben heute eine sehr gute Qualität. Dieser Köder hält aufgrund seiner Konsistens viele Stunden im Wasser durch und kann von Kleinfischen nicht gefressen werden. Die Präsentation erfolgt grundsätzlich am Haar.

Brot

Brot ist ein universeller Köder für fast alle einheimischen Friedfischarten.

Zu empfehlen ist die Verwendung von Weiß-(Weizen-)brot, da dunkles (Sauerteig-) Brot von einigen Fischarten verschmäht wird. Besonders erfolgreich ist die Verwendung des weichen Inneren des Brotes, leicht am Haken angedrückt als sogenannte Flocke. Die Kruste kann auch als Schwimmbrotverwendet werden. Am häufigsten wird jedoch Brot eingeweicht und zu einem Teig verarbeitet. Der Zusatz von Geschmacks- und Farb- (Lebensmittelfarbe)stoffen, erhöht den Erfolg meist deutlich. Aber natürlich gibt es auch fertigen Angelteigin allen nur denkbaren Geschmacksrichtungen. Brot und Teig können direkt am Haken angeködert werden.

Fische

Fische und Fischstücke (Fetzenköder) sind sehr erfolgreiche Köder auf alle Raubfische im Salz- und Süßwasser.

Als Köder können im Prinzip alle Fischarten verwendet werden, wobei aber unbedingt die gesetzlichen Bestimmungen zu beachten sind. Selbst mit Meeresfischen wie Hering und Makrele wurden im Süßwasser schon Raubfische erbeutet. Fetzenköder sollten regelmäßig ausgetauscht werden, da sie im Wasser schnell auslaugen und dann nicht mehr “duften”. Köderfische können auch aktiv an der Spinnrute angeboten werden, so wie künstliche Köder. Dazu werden verschiedene Spinnsysteme verwendet.

Insekten

Insekten sind hervorragende Köder auf alle einheimischen Fische, da sie ein Bestandteil der natürlichen Nahrung bilden.

Insekten werden von allen einheimischen Fischen gefressen, auch von Hecht und Zander! Besonders erfolgreich ist die Verwendung von Käfern und Grashüpfern, da diese einen relativ festen Panzer haben und somit gut am Haken halten. Die Insekten werden, wenn die Fische nach Nahrung aufsteigen, mit einer Wasserkugel oder schwimmenden Sbirolino an der Oberfläche angeboten. Bei trüben Wetter können diese auch an einem halbsinkenden Sbirolino, oder mit einem kleinen Bleischrot auf Tiefgang gebracht werden.

Würmer

Würmer sind die Allroundköder schlechthin! Je nach Wurmart lassen sich mit ihnen verschiedene Fische fangen.

In Deutschland gibt allein rund 70 Arten “Regenwürmer” und nicht alle fangen gleich gut! Die fängigsten sind im Süßwasser Tauwurm und Mistwurm, im Salzwasser Wattwurm und Seeringelwurm. Je nach zu fangender Fischart, werden die Würmer einzeln oder als Wurmbündel angeboten.

Maden

Maden sind einer der am häufigsten verwendeten Köder. Mit Ihnen kann man so ziemlich alle Süßwasserfische erbeuten.

Die Maden der großen Schmeißfliege bekommt man in jedem Angelgeschäft für wenige Cent. Wichtig ist, die Maden stehts kühl zu lagern, damit sie sich nicht zu schnell verpuppen. Die Puppen (Caster) kann man auch zum angeln verwenden. Ich habe festgestellt, dass mit Castern oft grössere Fische überlistet werden können. Vermutlich liegt das daran, dass durch die auftreibenden Caster das Hakengewicht ausgeglichen wird und der Köder dadurch natürlicher absinkt. Die Maden und Caster werden auf einen dünndrähtigen Haken nur am hinteren Ende angeködert.
Wintertipp: Beim Angeln im Winter, sollten die Maden die als Köder dienen, warm gehalten werden (z.B. in der Jackentasche). Dadurch sind die Maden lebendiger und fallen als Köder schneller auf.

Sonstige Köder

Es gibt selbstverständlich noch viel mehr natürliche Köder, darum hier noch einige wichtige:

  • weitere Lebendköder sind Bienenmaden (Top auf Forelle), Mehlwürmer und Teboraupen (daran kommt kein Aal vorbei!)
  • Pelletsfür Karpfen und Wels
  • schwarze Nacktschnecken (Topköder auf Döbel)
  • gekochte Kartoffeln (trotz Boilies ein guter Köder für Karpfen)
  • Garnelen (guter Köder zum Meeresangeln)
  • Frolic (Hundefutter) wird wie Boilies zum Karpfenangeln verwendet
  • Frühstücksfleisch und Leber sind vor allem gute Winterköder
  • Sardellen aus der Büchse und Käse sind Topköder auf Barben

Eine Gruppe von Ködern muss ich am Schluss unbedingt noch nennen.
Berkley Gulp!
Diese künstlich hergestellten Köder übertreffen in ihrer Lockwirkung fast die Originale. Ob Regenwurm, Bienenmade, Made oder Mückenlarve, diese Köder gehören in jede Angeltasche. Die Duftstoffe werden über einen längeren Zeitraum abgegeben.
Die Konsistenz ist so beschaffen, dass oft mehrere Fische mit einem Köder gefangen werden können. Idealerweise, wird ein künstlicher Köder zusammen mit dem Original angeboten. Der lebende Köder sorgt für die Bewegung, den Rest macht Berkley GULP

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