Angeln am Rhein

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N

Nachläufer
Oft verfolgen Fische den Spinnköder, packen aber nicht zu. Besonders bei Barschen, Hechten und Meerforellen ist dies zu beobachten. Sieht der Angler den folgenden Fisch rechtzeitig, kann der den Köder schneller führen oder auch plötzlich absinken lassen, häufig nimmt der Fisch den Köder dann doch noch.

nachschießen
Wurfart beim Fliegenfischen, um große Weiten zu erreichen. Dabei gibt die linke Hand beim Vorschwung im letzten Augenblick die Schnur frei, die dann von der in der Luft befindlichen Flugschnur mitgerissen wird.

Nachschnur
Auch Backing genannt. Die Nachschnur kommt auf der Fliegenrolle unter die Flugschnur und dient beim Drill großer Fische als Schnurreserve.

Nacktkarpfen
siehe Lederkarpfen

Nacktsandaal
siehe Sandaal

Nagelrochen
(Raja clavata) Bis etwa 1 Meter langer Rochen, der in allen europäischen Meeren außer der Ostsee vorkommt. Auffällig sind die zahlreichen Dornen auf der Körperoberseite. Nagelrochen werden meist beim Grundangeln auf schlammigen Untergrund gefangen.

Nahrung
Fische werden von Anglern in Fried- und Raubfische unterteilt. Diese Unterscheidung ist jedoch nur sehr grob. Denn alle Friedfische nehmen tierische Nahrung wie Insektenlarven, Krebstierchen und Fischbrut auf. Gelegentlich jagen Friedfische sogar Jungfische und werden dabei manchmal zufällig mit Kunstködern gefangen. Raubfische nehmen hin und wieder auch pflanzliche Nahrung auf, Hechte wurden beispielsweise auch schon auf Kartoffel oder Mais gefangen. Alle Raubfische fressen außerdem regelmäßig Würmer, Egel und andere Wirbellose. Der größte einheimische Raubfisch, der Wels, ernährt sich sogar überwiegend von Insektenlarven, Würmern, Egel und Krebstieren.

Nahrungsgewicht
Prozentuales Verhältnis des Fischgewichtes zu der täglich aufgenommenen Nahrung, Abkürzung NG. Wiegt ein Fisch also beispielsweise 200 Gramm und nimmt täglich 20 Gramm Nahrung auf, dann hat er ein NG von 10; wiegt er 500 Gramm und nimmt 25 Gramm Futter auf, dann hat er ein NG von 5.

Namaycush
siehe Amerikanische Seeforelle

Narentaforelle
(Salmothymus obtusirostris) Ein in den dalmatinischen Flüssen und dem Ohridsee lebende Lachsrasse, die sehr groß werden kann und ein sehr weiches Maul hat. Sie wird daher auch oft Weichmaulforelle genannt.

Nase
(Chondrostoma nasus) In der Barben- und Äschenregion lebender Weißfisch, der etwa 25 bis 40 cm groß ist, selten auch 50. Von März bis Mai bildet die Nase große Laichschwärme, die dann die Flüsse hochziehen. Nasen werden meist mit kleinen Würmer, Maden oder Sprock an der Posenangel gefangen.

Natrium Casein
Zutat für die Boilie-Herstellung.

Naturköder
Sammelbegriff für alle pflanzlichen und tierischen Köder wie Würmer, Maden, Teig, Kartoffel und Mais. Heute sind auch einige Köder erhältlich, die zwar natürlichen Ursprungs sind, aber dennoch zu den Kunstködern gezählt werden. Zum Beispiel Pork Rind, Streifen aus Schweineschwarte, die gefärbt wurde und mit Lockstoff versehen ist. Dieser Köder wird meist beim Spinnfischen verwendet. Ein anderer Köder, der in Gläsern erhältliche Forellenteig, ist künstlich hergestellt und enthält naturidentische Aromen. Dennoch zählt er zu den Naturködern.

Naturköder-Montage
Eigentlich alle Montagen, die beim Angeln mit Naturködern verwendet werden, der Begriff wird jedoch fast ausschließlich von Meeresanglern gebraucht. Diese verwenden beim Naturköderangeln, meist auf der Ostsee, spezielle Montagen, die aus einem schweren Grundblei und langen Vorfächern bestehen.

Naturköderangeln
Grundbleifischen auf dem Meer vom treibenden Boot aus. Meist mit sehr langen Ruten, Multirolle und speziellen Naturködermontagen. Hauptfische beim Angeln auf der Ost- und Nordsee sind der Dorsch, Plattfische und Wittling. Meist fangen Naturköderangler mehr, dafür aber kleinere Fische.

Nassfliege
Sammelbegriff für die klassischen Naßfliegen, die ein ertrunkenes Insekt vortäuschen sollen, und Streamer, die einen kleinen Fisch nachahmen. Zu den klassischen Naßfliegen gehören beispielsweise die Coachman, March Brown, Peter Ross und Blue Dun. Diese Fliegen werden in der Regel schräg stromab und ohne zusätzliche Bewegung gefischt. Streamer, dazu gehören beispielsweise Muddler Minnow, Micky Finn und Wooly Bugger, werden hingegen mit kleinen Zupfbewegungen geführt.

Needle
1. Von Karpfenanglern verwendeter Begriff für Nadeln, mit denen Boilies aufgezogen werden können. Diese Nadeln sehen einer Häkelnadel recht ähnlich. 2. Siehe auch Needleholder.

Needleholder
Halterung für Bißanzeiger (Kletteraffe) am Rod Pod.

Neerstrom
Meeresströmung, die der Hauptströmung entgegen läuft. Die Strömungskanten sind gute Angelplätze.

nehmen
Der Fisch nimmt den angebotenen Köder.

Nematoden
Fadenwürmer, die als Schmarotzer in Fischen leben, einige Arten können auch dem Menschen gefährlichen werden. Beim Garen oder langem Einlegen des Fisches werden die Nematoden jedoch abgetötet.

Neopren
Wasserdichter Kunststoff, der zahlreiche Lufteinschlüsse hat und gut isoliert. Daher wird dieses Material gerne für die Herstellung von Handschuhen und Wathosen verwendet. Oft wird das Neopren außen zusätzlich mit Gummi beschichtet, damit die Feuchtigkeit abperlt. Die Wathose trocknet dadurch sehr schnell und kann so nach dem Angeln ohne Probleme transportiert werden.

Nereiden
Sammelname für im Meer lebende Ringelwürmer, die sehr gerne im Schlick und unter Steinen leben. Einige Seeringelwürmer können bis 20 cm lang werden und sind hervorragende Köder. Beim Anködern ist allerdings Vorsicht geboten, die Würmer haben im Maul spitze Kneifzangen, mit denen sie zwicken können.

Nerfling
siehe Aland

Nest
Einige Fischarten, zum Beispiel der Zander, legen ihre Eier in Nestern ab. Diese werden meist nicht selbst gebaut, sondern sind versunkene Bäume oder Sträucher. Aus diesem Grund werden im zeitigen Frühjahr oft alte Weihnachtsbäume versenkt, um diesen Fischen zusätzliche Laichmöglichkeiten zu geben.

Nestbau
Bei Fischen sehr selten. Stichlinge bauen aus Algen und Wasserpflanzen ein rundes Nest, das sie mit einem klebrigen Sekret festigen.
Nestling
siehe Hasel

Netzbeutel
Netz an einem Kescher.

Neunaugen
Sammelname für Rundmäuler (Agnatha) wie das Bach-, Fluß- und Meerneunauge.

Neunaugenzopf
siehe Huchenzopf

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Neunstacheliger Stichling
Kleiner Stichling. Siehe Stichling

Niederwasser
Niedriger Wasserstand in Bächen und Flüssen, meist im Hochsommer und Herbst.

Niedrigwasser
Tiefster Wasserstand bei der Ebbe.

Niere
Organ, das bei Fischen meist dicht entlang der Wirbelsäule läuft und rotbraun bis schwarz ist. Siehe auch Körperbau.

Nilbarsch
(Lates nilocitus) Bis über zwei Meter großer und 200 Pfund schwerer Barsch, der in vielen Flüssen und auch in einigen Seen Afrikas vorkommt. In einigen Gewässern (Viktoria-See) ist der Nilbarsch mittlerweile so zahlreich, daß er alle anderen Fischarten verdrängt hat.

Nilhecht
(Gymnarchus niloticus) In den afrikanischen Gewässern lebender Raubfisch, der bis 2 Meter lang wird.

Nordischer Kalmar
(Loligo forbesi) Bis über 50 cm langer Tintenfisch, der im Herbst in großen Schwärmen vor Norwegen und in der nördlichen Nordsee auftaucht. Kalmare leben im Freiwasser und ernähren sich von Fischen. Stücke von großen Kalmaren oder kleine Kalmare sind sehr gute Köder.

Nordseeschnäpel
(Coregonus oxyrhynchus) L. Weitere Namen: Schnäpel, Kleine Schwebrenke, Gangfisch, Edelmaräne, Wandermaräne, Houting (engl.), Féra (franz.), Bondelle (franz.)Größe: 25-40 cm, maximal bis 50 cm lang. Im Alpengebiet nur bis 32 cm. Gewicht: bis 2 kg schwer. Körperform: Abhängig von der Lokalrasse ist der Körper des Nordseeschnäpels mehr oder weniger langgestreckt. Der kleine Kopf hat eine stumpfe Schnauze, die nasenförmig verlängert sein kann ("Schnäpelnase"). Die Mundspalte ist eng und unterständig und reicht bis zum vorderen Augenrand. Schuppen: Im Vergleich zu den Lachsfischen haben Nordseeschnäpel, so wie die Blaufelchen, größere Schuppen. Die Seitenlinie ist vollständig ausgeprägt. Färbung: Der Rücken ist blaugrau bis olivgrün gefärbt. Die Flanken und der Bauch sind silberfarben und besitzen einen bläulichen und rötlichen Glanz. Die Schnauze ist dunkel gefärbt. Nordseeschnäpel sind anadrome Wanderfische, d.h. sie wandern zum Laichen aus dem Meer flußaufwärts. Im November wandern sie in großen Schwärmen in die Flußunterläufe, wo die Weibchen ca. 30.000-50.000 Eier ufernah über steinigem oder sandigem Grund ablaichen. Laichwanderungen finden mehrmals im Leben eines Nordseeschnäpels statt. Die Nahrung besteht aus Plankton und kleinen Bodentieren. Der Nordseeschnäpel kommt in verschiedenen Unterarten von den Britischen Inseln und Irland über die Nord- und Ostsee, entlang der russischen Küste vor. Stationäre Formen bewohnen Seen des Alpenseen und Seen in Skandinavien . Darüberhinaus kommt er in den Küstengewässern Nordasiens und Alaskas vor. Früher stiegen die Nordseeschnäpel bei ihren Laichwanderungen im Rhein bis Speyer auf. Aufgrund früherer starker Verschmutzungen und des Ausbaus des Rheins und der Weser ist der Nordseeschnäpel heute in Nordrhein-Westfalen ausgestorben.

Nottinghamrolle
Achsrolle ohne Übersetzung, die auch heute noch von einigen Friedfischanglern eingesetzt wird.

Nottinghamstil
Wurfstil, bei dem direkt von der Rolle geworfen wird, die Schnur wird also nicht wie beim Themsestil vorher von der Rolle gezogen und in Klängen in der Hand gehalten.

Nudelbarbe
siehe Gründling

Nuggi
Barschköder aus Gummi, der einem Nuckel ähnlich sieht und an der Hegene gefischt wird.

Nut Drill
Kleiner Drillbohrer, der von Karpfenanglern benutzt wird, um Löcher in Nüsse oder harte Boilies zu bohren.

Nylon
Kunststoff, aus dem die monofilen Schnüre hergestellt werden.

Nymphe
Entwicklungsstadium bei Insekten mit sogenannter unvollkommener Verwandlung; -letztes Larvenstadium - das durch die Flügelanlage gekennzeichnet ist. Fliegenfischer bezeichnen auch die Nachbildungen von Insektenlarven als Nymphen. Klassische Nymphen sind zum Beispiel Fasanenschwanznymphe (Pheasant Tails), Hasenohr (Hare's Ear) oder die wohl bekannteste Goldkopfnymphe.

Nymphenfischen
Etwa um 1900 entwickelte Form des Fliegenfischens, bei dem keine Trocken- oder Naßfliege, sondern eine Larvennachbildung (Nymphe) angeboten wird. Diese ist meist etwas beschwert, damit sie zum Grund sinkt, einige Angler fischen auch mit einem kleinen vorgeschaltetem Bleischrot. Beim Nymphenfischen wird stromauf geworfen, meist mit einem Rollwurf. Beim blinden Fischen wird meist ein winziger Bißanzeiger auf die Flugschnur geschoben, der dann am Ende des Drills am Spitzenring gelöst wird und Richtung Fisch rutscht. Einige Profis beobachten aber auch nur das Ende des Vorfachs. Taucht es plötzlich weg, wird angeschlagen. Beim Fischen auf Sicht wird hingegen der Fisch beobachtet. Geht er mit dem Kopf zu der Seite, an der die Nymphe vorbeitreibt und öffnet er dabei das Maul, dann wird angeschlagen.

nährstoffarm
(oligotroph) Nährstoffarme Gewässer wie beispielsweise die Alpen- und Voralpenseen sind an ihrem klaren Wasser zu erkennen. Meist haben diese Gewässer auch nur einen schmalen und zumeist steilen Uferbereich. Typische Fische nährstoffarmer Gewässer sind Saiblinge und Forellen.

nährstoffreich
(eutroph) Normalerweise sind die flachen Gewässer im Tiefland sehr nährstoffreich, zu erkennen an dem starken Pflanzen- und Algenwuchs. Gelegentlich kommt es aber auch vor, daß Gewässer durch die Einleitung von Düngemitteln (Nitrate, Phosphate) stark mit Nährstoffen angereichert werden. Typische Fische nährstoffreicher Gewässer sind Karpfen und Karausche.

Näsling
Sammelname für die kleineren Unterarten der Nase wie den Südwesteuropäischen, den Italienischen, Iberischen und Dalmatinischen Näsling. Diese werden meist nur 15 bis 20 cm groß.

Nösling
siehe Hasel

No 8 Blei
ein No 8 Blei ist ein Minibleischrot von 0,06 Gramm

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