Angeln am Rhein

Extratip!
Beim Auswerfen, egal bei welcher Angelmethode ist es wichtig, dass die Schnur und damit die Montage, gestreckt auf der Wasseroberfläche auftrifft. Dies verhindert, dass es zu Verwicklungen der Montage oder auf der Schnur auf der Rolle (so genannte Perücke) kommt. Dies kann ganz einfach erreicht werden, indem man die Schnur beim Auswerfen leicht abbremst. Kurz vor dem Auftreffen auf der Oberfläche, wir der Zeigefinger leicht an die Schnurspule gelegt. Dadurch verlangsamt sich das abrollen der Schnur von der Rolle und die gesamte ausgeworfene Schnur streckt sich. Anfänger sollten dies erst einmal auf dem Trockenen üben, um langes entwirren der Schnur am Gewässer zu vermeiden.

 

Angelmethoden

Fast alle Angelmethoden lassen sich in folgende drei Hauptgruppen unterteilen, wobei es jedoch auch einige Mischformen gibt, die sich weder der einen noch der anderen Gruppe eindeutig zuordnen lassen.

1.Grundangeln,
 vorzugsweise als Ansitzangeln praktiziert, ist wohl die am meisten verbreitete Methode. Mit dieser Methode wird jedoch nicht nur, wie der Name etwa vermuten lässt am Grund geangelt. Als gemeinsames Merkmal dieser Gruppe könnte man dass Anbieten von natürlichen Ködern ansehen, obwohl es heute auch schon nachgebildete Würmer und Maden wie Berkley Gulp! gibt. Alle Gewässerschichten können beangelt werden - von der Oberfläche bis auf den Grund. Das Grundangeln kann man wie folgt weiter unterteilen.

mit Pose wie

ohne Pose wie

allgemeines Posenangeln

Feederangeln

Bologneseangeln

Grundangeln mit Bodenblei

Matchangeln

Angeln mit freier Leine

Stippangeln

Oberflächenangeln




2.Spinnangeln
ist eher eine aktive Suche der Fische. Bei dieser Methode werden künstliche Köder wie Blinker, Spinner, Wobbler und Gummiköder verwendet. Durch Auswerfen und wieder Einholen des Köders werden grosse Flächen nach Fischen abgesucht. Beim Wiedereinholen vollführt der Köder je nach Typ, verschiedene Bewegungen und täuscht einen kleine Fisch oder eine ähnliche Beute vor. Hauptziel dieser Methode sind Raubfische.
Beim Spinnangeln mit Blinkern, wird dieser ausgeworfen, in die gewünschte Angeltiefe absinken gelassen und relativ langsam wieder herangeholt.
Beim Angeln mit Spinner muss der Spinner mindestens so schnell eingeholt werden , dass er sauber arbeitet, also das Spinnerblatt um die Achse rotiert. Wird gegen die Strömung eingeholt, reicht meistens der Strömungsdruck dafür aus, so dass langsam eingeholt werden kann. Läuft der Spinner dabei nur flach, oder sogar an der Wasseroberfläche, so muss ein schwerer Spinner gewählt, oder der Spinner durch anbringen von Klemmblei auf der Schnur beschwert werden. Beim Einholen mit der Strömung, muss relativ schnell gekurbelt werden, damit der Spinner schneller als die Strömung ist und richtig arbeitet.
Beim Spinnangeln mit Wobbler wird die die Lauftiefe und die Einholgeschwindigkeit weitestgehend vom Wobbler selbst vorgegeben. Es gibt schwimmende, sinkende und schwebende Modelle, sowie Flach- und Tiefläufer bzw. Oberflächenwobbler. Bereits beim Kauf sollte man darauf achten, den richtigen Wobbler zu erwerben. Um zu sehen wie ein neuer Wobbler arbeitet, kann man dies im flachen Uferwasser ausprobieren.
Beim Angeln mit Gummiködern ist zu 80% die richtige Köderführung durch den Angler ausschlaggebend für den Erfolg! Der Köder wird nach dem Auswerfen an straffer Schnur, bis auf den Grund absinken gelassen. Achtung, bereits beim Absinken kann es zu Bissen kommen! Ist der Köder am Grund angekommen, so wird dieser in einer Art Zick-Zack Kurs heran geholt. Dies erreicht man, indem man die Rute in kurzen Rucken nach oben oder zu Seite führt und dann beim zurückführen der Rute die Schnur aufspult. Wichtig dabei ist immer eine straffe Schnur, um den Kontakt zum Köder nicht zu verlieren und dass der Köder wieder bis zum Grund absinkt. Dort kann er auch durchaus eine kleine Pause einlegen, um dann sein verführerisches Spiel erneut zu beginnen.
Für Anfänger empfiehlt sich die Verwendung von Spinnern und Wobblern da diese relativ einfach zu führen und trotzdem fängig sind. Generell sollte man versuchen beim Spinnangeln die Köder abwechslungsreich zu führen, also zum Beispiel die Einholgeschwindigkeit und/oder die Lauftiefe zu variieren.

3.Flug- oder auch Fliegenangeln
wird als hohe Kunst des Angelns bezeichnet. Bei dieser Methode wird ebenfalls mit künstlichen Ködern (Fliegen) geangelt, welche jedoch sehr leicht sind. Als eigentliches Wurfgewicht dient hier die (spezielle) Schnur. Für diese Methode muss man sich besondere und nicht immer einfache Wurftechniken aneignen. Diese Methode ist nicht für Anfänger zu empfehlen, es sei denn, Sie haben einen erfahrenen Lehrer an Ihrer Seite.



Mischformen
Beim Spinnangeln können auch natürliche Köder wie tote Köderfische verwendet werden. Diese werden mit Hilfe eines Spinnsystems aktiv wie künstliche Köder, oder aber mit grösseren Pausen, ähnlich einem Köderfisch beim Grundangeln angeboten.
Als Geheimtip für grosse Barsche, wird an einem kleinen Spinner der Drilling entfernt und dafür mit einem Sprengring ein grosser Einzelhaken montiert. Auf diesen wird dann ein Tauwurm aufgezogen.
Manche Angler verwenden einen Köderfisch ohne Schwanzteil und ersetzen dieses durch einen Gummischwanz.
Das Sbirolinoangeln stellt ebenfalls eine Mischform aus Grund- und Spinnangeln dar. Hierbei werden Schwimmkörper (Sbirolinos) auf die Hauptschnur gezogen, welche auch als Wurfgewicht dienen. An einem langem (ca. 1-2m) Vorfach werden natürliche oder künstliche Köder angeboten. Durch verschiedenes Schwimmverhalten der Sbirolinos, von schwimmend bis schnell sinkend, können alle Gewässerschichten abgefischt werden.
Als letztes möchte ich noch das Eisangeln mit der Mormyschka erwähnen. Hier wird die Lockwirkung des Köders häufig erhöht, indem auf den Haken noch zusätzlich ein Naturköder angeboten wird.

Folgende Bücher möchte ich Ihnen zu diesem Thema empfehlen

Beisst nicht gibt's nicht
Fangerfolg garantiert

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Tipps und Tricks für Kids und Teens

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Top-Fänge stammen bei vielen Fischarten wie Zander, Wels oder Barbe aus großen Flüssen

Angeltechniken
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