Angeln am Rhein

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H

Hahnenfuß
weit verbreitete Wasserpflanze

Haarbutt
(Zeugopterus punctatus) Kleinwüchsige Plattfischart, die meist nur 20 Zentimeter groß wird. Die Körperform des Haarbutt erinnert an die einer Seezunge, ein sicheres Erkennungsmerkmal sind die borstenähnlichen Fortsätze an den Schuppen der dunklen Seite. Beim Streichen über diese Seite fühlen sich die Schuppen wie ein grobes Fell an.

Haarfliegen
Widerstandsfähige Fliegen, die hauptsächlich aus Tierhaaren gebunden werden. Bei Naßfliegen werden meist die Schwingen aus Haar (Hairwings) gebunden , bei Trockenfliegen Flügel und Körper.

Haarvorfach
Sehr geschmeidiges Vorfachmaterial für die Herstellung von Hair-Rigs. Siehe auch Hair-Rig.

Haarmontage
(engl.: Hair rig)ist eine Montage, bei der der Köder nicht auf den Haken gespießt, sondern an einer Schnur, dem "Haar", angeboten wird, das mit dem Schaft des Hakens verbunden ist. Diese Methode wurde bereits Anfang des letzen Jahrhunderts erfunden; der englische Karpfenspezialist Lennie Middleton verfeinerte die Haarmontage und entwickelte mit ihr eines der wichtigsten Merkmale des modernen Karpfenangelns. Besonders beim Angeln mitBoilies ist es heute üblich, die Haarmontage zu verwenden. Das Funktionsprinzip: Der Karpfen saugt den am Grund angebotenen Boilie ein und mit ihm -wenige Zentimeter später - den Haken. Dieser wirbelt nun völlig frei im Fischmaul umher - oft fast er bereits jetzt. Zieht der Fisch ab, trifft er nach einigen Zentimetern auf den Widerstand des Grundbleis und treibt den Haken ins Fischmaul ein (Selbsthak-Montage); selbst wenn der Fisch misstrauisch wird und den Boilie wieder ausspuckt, treibt er bei dieser Aktion häufig den Haken ein. Ein wichtiger Vorteil der Haarmontage ist die Tatsache, dass der Haken nach einem Biss fast immer vorn am Maul des Fisches sitzt, die Gefahr das dieser den Haken "schluckt" ist fast ausgeschlossen

Hahnenflußgewächse
(Ranunculaceae) Artenreiche Pflanzenfamilie, zu der wichtige Laichkräuter gehören. Zum Beispiel der Gemeine Wasserhahnenfuß, der Flutende Hahnenfuß und der Gift-Hahnenfuß.

Haie
Insgesamt über 340 Arten umfassende Klasse der Knorpelfische. Dazu gehören sehr große Arten wie der bis 7 Meter lange und 5000 Pfund schwere Eishai (Somniosus microcephalus), der 12 Meter lange und planktonfressende Walhai (Rhincodon typus) und der auch für Menschen gefährliche Weißhai (Carcharodon carcharias). Letzterer wird wahrscheinlich über 7 Meter lang, das bislang größte gefangene Exemplar brachte es auf 640 Zentimeter. Es gibt aber auch echte Winzlinge. Wie beispielsweise den höchstens 25 Zentimeter langen Zwerghai (Squaliolus laticaudus).

Hair-Rig
Alle Arten von Montagen, bei denen der Köder nicht direkt am Haken, sondern an einer Verbindungsschnur angebracht wird. Beim Karpfenangeln wird meist eine weiche multifile Schnur verwendet, die der Fisch beim Nehmen des Köders nicht spüren soll. Sinn dieser Montage ist es, daß der Fisch beim Prüfen des Köders keinen Haken spürt und den Haken erst beim Einsaugen in das Maul nimmt. Es gibt aber auch Hair-Rigs, die beim Raubfischangeln und Big Game eingesetzt werden. Hier soll erreicht werden, daß sich der Köder im Wasser natürlich bewegt und daß der große Haken besser eindringt.

Haken
Wenn ein Fisch den Köder nimmt, dann wird durch den Anhieb der Haken ins Fischmaul getrieben. Der Fisch ist danach gehakt.

Hakenbinder
Kleines, batteriebetriebenes Gerät, mit dem Plättchenhaken automatisch an ein Vorfach gebunden werden.

Hakengröße
Die Haken werden entsprechend ihrer Größe (Bogenweite) mit Ziffern belegt. Die normale Skala reicht von Hakengröße 1 (groß) bis hinunter zu der Hakengröße 20 (sehr klein). Noch kleinere Haken (bis Größe 32!) wurden zwar hergestellt und teilweise auch angeboten, werden jedoch so gut wie nie benutzt. Haken, die größer sind als Hakengröße 1, werden mit einer Null (also 1/0, 2/0, und so weiter) versehen. Haken bis zur Größe 5/0 werden auch bei uns im Süßwasser eingesetzt (Welsangeln, Jighaken für Gummiköder). Noch größere Modelle (Hakengröße 12/0 für Großhaie) werden beim Big Game benutzt.

Hakenlöser
Geräte, mit denen Haken im Fischmaul schnell und einfach gelöst werden können. Meist haben Hakenlöser ein eingekerbtes Ende. Mit diesem wird der Haken entgegen der Eindringrichtung zurückgeschoben und dann beim Herausholen aus dem Fischmaul gehalten.
HakenlösezangeFlachzange, mit der tiefsitzende Haken, zum Beispiel beim Hecht- oder Meeresangeln, gelöst werden. Bei Fischen mit scharfen Zähnen sehr ratsam.

Hakenschärfer
Kleiner Schleifstein oder Feile zum Schleifen der Hakenspitze.

Hakenspitze
Von der Form der Hakenspitze hängt es ab, wie schnell und tief der Haken eindringt. Früher hatten Hakenspitzen meist einen runden Querschnitt, heute ähneln sie eher einer mikroskopisch kleinen Klinge.

halbnaß
Angelmethode beim Fliegenfischen, bei der die Insektennachbildung nicht auf dem Oberflächenfilm des Wasser liegt, sondern tief darin einsinkt, ohne jedoch völlig unterzugehen. Bei Fischen mit Nachbildungen großer Landinsekten (Hopper) sowie schlüpfender Nymphen (Bubble-Emerger) werden die Muster halbnaß gefischt.

Hammerhai
Chondrichthyes (Knorpelfische) Selachii (Haie) Sphyrnidae (Hammerhaie) Sphyrna mokarran fast weltweit in subtropischen und tropischen Meeren flache Küstengewässer, Korallenriffe, selten im offenen Ozean Körperlänge: bis 4,5 m Hammerhaie bringen bis zu 40 lebende Jungen zur Welt. Die Jungen sind sofort nach der Geburt eigenständig und verlassen die Mutter, um für sich selbst zu sorgen. Der Hammerhai ist ein überwiegend nachts jagender Raubfisch. Er ernährt sich von anderen Fischen sowie von Krusten- und Schalentieren. Hammerhaie wandern über große Strecken. Die Tiere halten sich im Sommer in gemäßigteren Gewässern auf und ziehen im Winter zurück in tropische Gewässer. Der breite Kopf des Hammerhais, so vermuten einige Wissenschaftler, verbessert das räumliche Sehvermögen des Tieres. Es gibt zwar Berichte von Angriffe auf Menschen, jedoch tut der Hai das nur nach einer sehr extremen Provokation durch den Menschen wie zum Beispiel einer Verletzung durch einen Harpunentreffer.

Handleine
Angelschnur, die nicht an einer Rute befestigt ist. Die Schnur wird mit der Hand ausgeworfen, die Bisse mit der Hand gespürt und die Schnur dann Hand-über-Hand eingeholt. In einigen Ländern benutzen Berufsfischer noch diese einfache Angel und erbeuten mit ihr erstaunlich große Fische. Handleinen sind in unserem Land nicht gestattet. Denn meist ist im Fischereigesetz unter der Beschreibung der zugelassenen Angelgeräte von einer Wurfangeln oder Wurfrute, also einer Angelrute, die Rede.

Handteil
Unterer Teil der Rute, an dem bei Wurfruten die Rolle befestigt wird.

Hanf
Guter Köder, vor allem im Winter auf Rotaugen.

Harling
Angelmethode auf Lachs, bei der ein Boot benutzt wird. Die Ruten werden ausgelegt, dann wird mit dem Boot der Fluß gekreuzt.

Harnblase
Organ im Inneren des Fisches, das die flüssigen Ausscheidungsprodukte sammelt und über den Harnleiter abgibt. Siehe auch Körperbau.

Harness
Gurtsystem, das beim Drill großer Fische (Big Game) über den Rücken gezogen wird. Vorne am Harness befinden sich an zwei Gurten zwei Einhängekarabiner für die Multirolle. Sind die Karabiner in den beiden Ösen an der Multi eingehängt, dann kann der Angler seine Arme etwas entlasten und mit dem Rücken arbeiten.

Hasel
(Leuciscus leuciscus) Kleine Weißfischart, die im Schnitt 15 bis 20 Zentimeter groß wird. Exemplare von 30 Zentimeter sind sehr selten. Hasel bevorzugen sauberes und fließendes Wasser, in Seen kommen sie meist in der Nähe von Einläufen vor.

Haspel
1. Kleines Brettchen, auf das nach dem Stippen die Schnur gewickelt und darauf auch gelagert wird. 2. Große Rolle für das Schleppfischen, die direkt an der Bootswand befestigt wird.

Haubentaucher
Podiceps cristatus) Immer häufiger vorkommender Wasservogel, der etwa entengroß wird und sich von Jungfischen ernährt. Haubentaucher sind leicht an den beiden Federbüscheln auf dem Kopf zu erkennen.

Hauptschnur
Bezeichnung für die Angelschnur, die von der Rolle kommt. An das Ende der Hauptschnur wird normalerweise ein Karabiner für den Kunstköder oder den an einem Vorfach gebundenen Haken befestigt.

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Hausen
(Acipenser huso, auch Huso huso) Eine über 8 Meter lange und dann etwa 1200 Kilo schwere Störart, die aus dem Kaspischen und Schwarzen Meer in die Flüsse Rußlands aufsteigt. Hausen werden sehr intensiv für die Kaviargewinnung befischt.

Haut der Fische
Die Oberhaut der Fische ist meist mit Schuppen bedeckt. Darüber liegt die sogenannte Lederhaut.

Hautflügler
Die Hymenopteren stellen innerhalb der Insekten mit etwa 9300 Arten in Mitteleuropa das artenreichste heimische Taxon dar. Hymenoptera sind bis Anfang des Trias (Erdmittelalter, vor 250 Mill.Jahren) bekannt. Sie besitzen durchwegs 2 ungleich große (häutige) Flügelpaare, die jedoch auch reduziert sein können. Vorder- und Hinterflügel bilden eine funktionelle Einheit. Zur Ordnung der Hymenoptera zählen bekannte Arten wie Wespen, Bienen, Ameisen, Schlufwespen, Hornissen und andere. Fast alle Arten bilden eine tiefe Einschnürung im vorderen Teil des Hinterkörpers, die sogenannte Wespentaille. Der vor dieser Einschnürung gelegene Hinterleibsabschnitt (Abdomens) verwächst mit dem Thorax. Hymenopteren bilden beißende oder leckende Mundwerkzeuge aus. Der Kopf trägt ein Paar Komplexaugen, die Fühler sind einfach fadenförmig oder gekniet Die Larven sind raupen- oder madenähnlich. Die Raupen der Symphyta (Pflanzenwespen) sind häufig mit Augen ausgestattet, freilebend, Minierer in Pflanzen und Gallerreger, die der Apocrita (Taillenwespen) besitzen einen wenig sklerotisierten Kopf, sind augenlos, Endo- und Ektoparasiten, in Nestern solitärer und sozialer Arten lebend. Schlupfwespen (Ichneumonidae) besitzen einen komplizierten Eiablegeapparat, während der Eiablegeapparat bei den Bienen zu einem Stechapparat umgebildet ist. Bei vielen Ameisen, Wespen, Bienen und Termiten kennt man Staatenbildungen. Im Fall der Honigbiene (Apis mellifica) gibt es sogar erstaunliche soziale Leistungen im Gebiet der Kommunikation (Schwänzeltanz). Als einzige Vertreter der Hymenoptera sind alle Arten der hügelbauenden Waldameisen (Formica sp.) nach den Bestimmungen der Pflanzen- und Tierarten - Schutz-Verordnung (LGBl.Nr.18/2001) landesweit geschützt.

Heavy Metal Heavy Weight
schwere Knetmasse zur Beschwerung des Vorfachs, Vorteil gegenüber einem Bleischrot: die Knetmasse lässt sich gut dosieren und kann leicht wieder entfernt werden

Hebelwirkung
Beim Drill setzt an der Rutenspitze eine Kraft an, die aufgrund des langen Hebels (der Rute) zum Handteil hin immer größer wird. Je länger die Rute, desto größer ist die beim Angler ankommende Kraft. Daher werden für den Drill großer Fische meist kürzere Ruten (Big-Game-Ruten, Bootsruten) eingesetzt.

Hechel
Dieser Begriff stammt aus dem Fliegenfischen, darunter versteht man Federn die sich beim Fliegenbinden auseinanderspreizen.

Hecheln
Künstliche Fliegen werden in der Regeln mit Hecheln versehen, die meist die Beine des Insektes vortäuschen sollen. Hecheln werden aus dünnen Federn gebunden, deren Fibern sich beim Binden aufspreitzen.

Hechelzange
Gerät für das Fliegenbinden, mit der die Feder gehalten wird, aus der ein Hechelkranz gebunden werden soll.

Hechelzähne
siehe Bürstenzähne

Hecht
(Esox lucius) Großer Raubfisch mit langgestrecktem Körper und weit hinten sitzender Rückenflosse. Der Hecht kommt europaweit in sehr vielen Gewässern, selbst im Brackwasser der Ostsee, vor. Außerdem ist er auch im Osten Nordamerikas und in Teilen Asiens verbreitet. Unser Hecht hat einige Verwandte, den großwüchsigen Musky (Esox masquinongy, IGFA-Rekord 30,6 Kilo), den im Alter silberfarbenen Amurhecht (Esox reicherti), den im Schnitt 50 Zentimeter großen Schwarzhecht (Esox niger), den 30 Zentimeter kleinen Rotflossenhecht (Esox americanus) und dessen Unterart, den Grashecht (Esox vermiculatus). Kreuzungen zwischen Hecht und Musky sind möglich, diese Fischart heiß Tigerhecht (IGFA-Rekord 23,21 Kilo).

Hecht-Fliegen
siehe Hecht-Streamer

Hecht-Streamer
Große Kunstfliegen, die speziell für das Hechtfischen mit der Fliegenrute gebunden werden.

Hechtbarsch
siehe Zander

Hechtdorsch
siehe Seehecht

Hechtwobbler
Größere Wobbler (ab 10 Zentimeter), die für das Spinnfischen und Schleppangeln auf Hecht eingesetzt werden.

Hege
Pflege des Gewässers und des Fischbestandes durch die Angler.

Hegene
(Paternoster) mit Haken die mit Ködern wie z.B Nymphen, kleinen Twistern, Maden oder Fliegenlarven beködert sind. Mit der Hegene fischt man meistens vom Boot aus auf Renken und tiefstehende Barsche. Mit der Heben und Senk Methode verleitet man die Fische zum Biss

Heilbutt
(Hippoglossus hippoglossus) Größte Plattfischart, die über 3 Meter lang und dann 300 Kilo schwer werden kann. Der Heilbutt lebt im Nordatlantik, normalerweise in Tiefen zwischen 50 und 1500 Meter. Bei der Jagd sucht er jedoch auch flachere Bereiche auf. Gelegentlich wird er von Sportanglern auch vor der Küste Norwegens gefangen.

Heintzblinker
Von Altmeister Dr. Karl Heintz im Jahre 1906 entwickelter Blinker, der ein guter Köder für viele Raubfische ist. Beim ersten Test des neuen Blinkers fing Dr. Karl Heintz, so wurde es jeweils überliefert, an einem Tag zwei Huchen von 25 und 30 Pfund.

Helicopter-Jig
Twisterkopf, bei dem auf dem Hakenschenkel ein kleiner Propeller angebracht ist.

Helicopter-Rig
Spezielles Karpfenvorfach, das ein Verheddern der Montage beim Werfen verhindert, dabei jedoch ohne einen Schlauch (Anti-Tangle-Tube) auskommt. Das Blei ist am Ende der Hauptschnur befestigt, das Vorfach ist an einem auf der Hauptschnur befindlichen Ring befestigt.

Helmet
Spezielles Köderfischsystem, bei dem der tote Köderfisch (meist eine Koppe) der Länge nach aufgespießt wird und der Kopf in einer Bleikappe befestigt wird.

Hering
(Clupea harengus) Bis 40 Zentimeter großer Meeresfisch, der im Atlantik, der Nordsee und bis in die östliche Ostsee hinein vorkommt. Im Frühjahr kommen die Fische dicht unter Land und werden mit dem Heringspaternoster geangelt.

Heringsartige
Auch Gleichwirbler genannte Fisch-Ordnung. Dazu gehören Hering, Finte, Maifisch und Tarpon. Weiterhin die Salmoniden (Forellen, Lachse) sowie die Coregonen (Maränen, Renken).

Heringsblei
Trapezförmiges Blei, das weiß lackiert und oft mit einem roten Streifen versehen ist. Heringsbleie dienen als Wurfgewicht beim Fischen mit dem Heringspaternoster und sollen außerdem durch ihre auffällige Farbe Heringe heranlocken.

Heringshai
(Lamna nasus) Im Atlantik lebende Haiart, die bis an die drei Meter lang werden kann. Es gibt auch eine pazifische Heringshaiart, die unserer Art jedoch sehr ähnelt. Der Heringshai lebt in den etwas wärmeren Bereichen des Atlantiks, kommt im Mittelmeer und im Sommer recht häufig vor England und Irland vor. Er dringt sogar regelmäßig in die nördliche Ostsee vor.

Heringskönig
siehe Petersfisch

Heringsvorfach
Paternoster mit Goldhaken, auf die oft ein Stück präparierte Fischhaut oder eine weißlich-durchsichtige Folie gebunden ist. Dadurch soll ein kleiner Trupp Fischbrut nachgeahmt werden. Normalerweise bestehen die Paternoster aus fünf Haken, in einigen Orten an der deutschen Küste sind jedoch nur drei Haken erlaubt.

Herwurf
siehe Rückschwung

Herz
Blutförderndes Organ der Fische, das aus einer Vor- und einer Hauptkammer besteht. Siehe auch Körperbau.

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Heuschrecken
Natürlich oder als Fliege nachgebunden im Sommer ein sehr guter Oberflächenköder für Forellen, Döbel, Rotfeder und Hasel.

Hexanchus griseus
siehe Grauhai

Himmelsgucker
Wissenschaftliche Bezeichnung: Uranoscopidae Natürliche Verbreitung: tropische und gemäßigtwarme Meere In ungefähr 25 Arten leben die Himmelsgucker als Bodenbewohner an den Küsten und in größeren Tiefen aller tropischen und gemäßigt-warmen Meere. Meist liegen sie im Bodengrund vergraben, und nur die Oberseite des Kopfes mit den ganz hochstehenden Augen (Name!) ist sichtbar. Bei einigen Gattungen sind elektrische Organe ausgebildet, die dicht hinter den Augen liegen und Stromstöße bis zu 50 Volt abgeben. Hiermit können Beutetiere geortet und Feinde abgewehrt werden. Hinter dem Kiemendeckel und über der Brustflosse tragen die meisten Arten jederseits einen Giftstachel. Ein wurmartiger Faden am Unterkiefer, der schlängelnde Bewegungen vollführen kann, dient bei einigen Himmelsguckern zum Anlocken der Beutetiere. Im östlichen Atlantik von der afrikanischen Küste bis nach Portugal, im Mittelmeer und im Schwarzen Meer lebt der Gewöhnliche Himmelsgucker (Uranoscopus scaber), auch Meerpfaff genannt, der bis zu 30 cm lang wird. An der nord- und südamerikanischen Atlantikküste sind der bis zu 55 cm lange Nördliche Himmelsgucker (Astroscopus guttatus) und der kleinere Südliche Himmelsgucker (Astroscopus ygraecum) beheimatet.

Hinderniswurf
Spezieller Rückschwung beim Fliegenfischen, der benutzt wird, wenn man im Rücken ein Hindernis (Baum, Busch, Böschung) hat. Beim Rückschwung wird der Wurfarm nach oben geführt, die Flugschnur fliegt daher ziemlich steil nach oben über das Hindernis hinweg.

Hippoglossides platessoides
siehe Doggerscharbe

Hippoglossus hippoglossus

siehe Heilbutt

Hirn
1. Im Fischkopf befindliches Organ. Siehe Körperbau

Hocho hucho
siehe Huchen

Hochwasser
Durch Regen oder Schneeschmelze verursachtes Ansteigen der Gewässer. Für einige Fischarten (zum Beispiel der Hecht) ist das Frühjahrshochwasser überlebensnotwendig, denn sie benötigen die Überschwemmungsgebiete als Laichraum. Durch die Begradigung vieler Bäche und Flüsse steigen die Hochwasser heute jedoch sehr schnell an. Dadurch wird viel Grundmaterial in den Bächen bewegt, Laichbetten vernichtet und Jungfische werden mitgerissen. Durch die Kanalisierung fallen die überfluteten Gebiete sehr schnell wieder trocken. Sollten Fische in dieser Zeit auf diesem Gebiet gelaicht haben, gehen die Eier ein.

Hochzeitskleid
Einige Fischarten nehmen während der Laichzeit eine neue Färbung an, besonders auffällig ist dies bei den Männchen der Salmonidenarten. (Saibling, Lachs, Meerforelle, Huchen). Aber auch der Stichling und der Bitterling zeigen eine auffällige Färbung. Die Männchen vieler karpfenartiger Fische (Cypriniden) bekommen einen Laichausschlag. Besonders ausgeprägt ist dieser beim Brassen.

Hoden
Meist paarig angelegtes Geschlechtsorgan in der Leibeshöhle der männlichen Fische (Milchner).

Hohlglasrute
Weiterentwicklung der Vollglasrute. Die Hohlglasrute wurde aus Glasfasermatten gefertigt und war innen hohl. Dies brachte, bei annähernd gleicher Aktion, einen großen Gewichtsvorteil. Allerdings sind Hohlglasruten schlag- und damit bruchempfindlicher als Vollglasruten.

Holzmaden
Sammelbegriff für verschiedene Käferlarven, die im Holz alter Bäume leben. Gute Notköder.

Horizontalwurf
siehe Seitenwurf

Hormon
biologisch hochaktiver Stoff, der bestimmte Prozesse im Organismus auslöst und schon in geringsten Mengen wirkt

Hornhecht
(Belone belone) Sehr schlanker Meeresfisch mit einem auffallend langen und schnabelartigen Kiefer und grünen Gräten. Hornhechte kommen an der gesamten Küste Europas vor, ziehen jedoch erst im Frühjahr in großer Zahl zum Laichen an die deutsche Küste. Die Normalgröße liegt bei etwa 70 bis 90 Zentimeter, größere Fische werden meist am Beginn und zum Ende der Saison gefangen.

Hornhechte
(Belonidae) Etwa 60 Arten starke Raubfischfamilie, die als gemeinsames Kennzeichen stark verlängerte Kiefer und grüne Gräten haben.

Hornzähne
Zähne im Saugmaul der Neunaugen.

Hot Spot
einzelne, besonders fängige Stelle

Huchenzopf
spezieller Kunstköder der Neunaugen imitiert. Traditioneller Huchenköder. Einst wurde er aus Neunaugen gebunden, die mit einer Bleikappe beschwert wurden. Später wurden stattdessen Lederstreifen genommen, heute sind es lange Twisterschwänze.

Huchen
(Hucho hucho) Sehr großwüchsige Salmonidenart, die im Flußgebiet der Donau heimisch ist und durch Besatzmaßnahmen jetzt auch in Polen, Frankreich, der Schweiz und sogar in Marokko vorkommt. Der Huchen ist ein aggressiver Raubfisch, der bei seinen Raubzügen auch vor Wasserratten oder Vögeln nicht halt macht. Trotzdem ist der Huchen ein sehr launischer Fisch, selbst Experten fangen meist nicht mehr als 2 oder 3 Exemplare pro Saison. Der Huchen kann ein Gewicht von deutlich über 50 Pfund erreichen. Altmeister Dr. Karl Heintz berichtet von einem 104 Pfund schweren Huchen, der vor 1900 tot in der Donau bei Wien gefunden worden ist. Ein zweiter Fisch, 100 Pfund schwer, soll ebenfalls vor 1900 vom Schmied von Nußdorf im Inn bei Rosenheim gefangen worden sein. Die Verwandten unseres Huchen, der Sachalin-Huchen, der Taimen (siehe Taimen), leben in Fernost.

Hucho taimen
siehe Taimen

Hummer
(Homarus vulgaris) Größte Krebsart, die in den europäischen Meeren, mit Ausnahme der Ostsee, vorkommt. Im Schnitt etwa 30 Zentimeter lang, kann aber bis 75 Zentimeter lang werden. Früher recht häufig, aufgrunder der starken Befischung mit Hummerkörben jedoch immer seltener.

Hundezahnthun
(Gymnosarda unicolor) Im Indischen Ozean und Pazifik lebende Thunart, die hauptsächlich in Riffnähe jagt. Namensgebend für diese Fischart waren die auffallend großen, kegelförmigen Zähne.

Hundfisch
(Frankreich: Mud-minnow England: Mud-minnow Holland: Hondsvis )wesentlichste Merkmale: Körper mäßig gestreckt, vollständig beschuppt (verhältnismäßig große Schuppen) auch Kopf oben und seitlich und auch am Kiemendeckel. Stumpfe Schnauze mit gewölbter Stirn. Schwanzflosse abgerundet. Färbung rötlichbraun mit dunklen Flecken bzw. Schuppenrändern. Lebensräume: in Bodennähe langsam fließender und stehender Gewässer mit weichem Boden, auch in sumpfigem, pflanzenreichen Überflutungsbereich der Flüsse Nahrung: Insekten, wirbellose Tiere, Kleinkrebse und Fischbrut Größe: die Größe liegt beim Männchen zwischen 8 bis 9 cm, beim Weibchen bis maximal 13 cm, durchschnittliches Gewicht ist 5 bis 8 g, 25 g ist “kapital” Mindestmaß und Schonzeit: finden Sie, geordnet nach Bundesland, unter Gesetze Laichzeit: Februar bis April; das Weibchen legt die Eier in ein vorbereitetes Nest, welches nach der Eiablage verschlossen und bewacht wird. Dieser Fisch galt ab 1975 in Österreich als ausgestorben, er wurde aber im Jahre 1992 in den Donauauen im Fadenbach zwischen Orth und Eckartsau wieder entdeckt. Der Hundfisch ist (auch wenn man es ihm nicht ansieht) mit den Hecht verwandt.

Hundsbarbe
(Barbus meridionalis) Kleine Barbenart, meist nur 20 bis 25 Zentimeter groß. Der Rücken und die Flanken der Hundsbarbe sind mit unregelmäßigen Flecken übersät, die eine leichte Querbänderung ergeben. Die Hundsbarbe ist mit mehreren Unterarten, dazu gehört auch der Semling (Barbus meridionalis petenyi), in Süd- und Osteuropa vertreten.

Hundshai
(Galeorhinus galeus) Im Atlantik, dem Mittelmeer und der Nordsee lebender Grundhai, der bis zwei Meter lang werden kann. Während der Makrelensaison werden vor Helgoland regelmäßig Hundshaie gefangen.

Hundszunge
(Glyptocephalus cynoglossus) Auch Zungenbutt genannte Plattfischart, die in Tiefen zwischen 100 und 400 Meter auf weichem Untergrund lebt. Durchschnittsgröße etwa 25 bis 30 Zentimeter.

Hundszähne
Große, kegelförmige Fangzähne. Besonders stark ausgebildet sind sie beim Zander.

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Hungerform
In nahrungsarmen Gewässern bilden einige Fischarten Zwergformen, zum Beispiel der Saibling (siehe Schwarzreuter) oder die Bachforelle (siehe Steinforelle)

Hungersaibling
siehe Schwarzreuter

Huso huso
siehe Hausen

Hybride
Kreuzung zweier Fischarten.

Hybriden
Dieser Begriff bezeichnet Fische, die aus zwei verschiedenen Fischarten entstanden sind. Die beiden Fischarten müssen aber ähnlich sein, das bedeutet konkret, dass eine Mischung nur innerhalb einer Fischfamilie entstehen kann. (z.B. innerhalb der Cypriniden). So weißt z.B. ein Karauschen-Karpfen-Mischling Merkmale beider Fischarten auf. Die Barteln sind hierbei besonders zu beachten

Hydrocynus vittatus
siehe Tigerfisch

Hydrophon
Unterwassermikrophon, mit dem Geräusche von Tieren unter Wasser aufgenommen werden können.

Hüftstiefel
Hüfthohe Gummistiefel, heute werden diese fast nur noch als Watstiefel bezeichnet.

Hühnerdarm
Guter Köder für Waller, Aal und Döbel.

Hülsen
Verbindungsstelle an mehrteiligen Ruten.

Hüpferlinge
Copepoda, Ruderfußkrebse Die meisten Ruderfußkrebse kommen im Meer vor. Nur etwa 125 Arten leben im Süßwasser. Die Größen schwanken zwischen ca. 500 µm und 2,5 mm. Die Arten sind schwer zu bestimmen. Nach der Länge der Antennen und Anzahl ihrer Glieder unterscheidet man drei Gruppen: 1. Calanoida: Erste Antennen sehr lang mit bis zu 25 Gliedern. Nur erste rechte Antenne der Männchen mit Greiforgan. Als schwebende Plankter ernähren sie sich strudelnd von Bakterien und mikroskopisch kleinen Algen. 2. Cyclopoida: Erste Antennen mit 8 bis 17 Gliedern. Beide erste Antennen der Männchen mit Greiforganen. Sie kommen in Kleingewässern vor und ernähren sich als Räuber aber auch von Aas und Algen. 3. Harpacticoida: Erste Antennen mit höchstens 8 Gliedern. Beide erste Antennen der Männchen mit Greiforganen. Sie sind schlechte Schwimmer und daher vorwiegend im Substrat zu finden.

Hymenoptera
siehe Hautflügler

Hyperoplus lanceolatus
Großer Sandaal, siehe Sandaal

Hypolimnion
Die untere Wasserschicht in einem See, meist kalt und sauerstoffarm.

Hälter
Alte Bezeichnung für den Fischkasten oder ein Netz, in dem Fische gehältert werden

hältern
Gerade gefangene Fische können bis zum Ende des Angelns in einem Netz (Karpfensack, Setzkescher) oder einer Kiste (Fischkasten) aufbewahrt werden. Das Hältern lebender Fische ist jedoch umstritten und in einigen Bundesländern sogar ausdrücklich verboten. Siehe auch Setzkescher und Karpfensack.

Hälternetz
siehe Karpfensack

Hänger
Festhängen des Hakens oder einem anderen Teil (Blei, Wirbel) der Montage an einem Hindernis am Gewässergrund. Hänger können oft durch Ziehen an der Schnur in die entgegengesetzte Richtung gelöst werden.

Häsling
siehe Hasel

Häutung
Vorgang, bei dem krebsartige Tiere (Krabben, Krebse und Garnelen) ihren harten Panzer erneuern. Direkt nach der Häutung ist der Panzer sehr weich und fühlt sich hautartig an. Frisch gehäutete Krebse werden als Butterkrebse bezeichnet. Siehe auch Butterkrebs.

Höchstgewichte
Das Höchstgewicht der einzelnen Fischarten zu bestimmen, ist sehr schwierig. Denn Fische wachsen ihr Leben lang, wenn auch später nur sehr langsam, und nehmen im hohen Alter wieder Gewicht ab. Aus früheren Jahrhunderten überlieferte Geschichten von 150 Pfund schweren Karpfen, über 2 Meter langen Hechten und 500 Pfund schweren Waller sind wenig glaubwürdig. Wahrscheinlich handelte es sich tatsächlich um besonders große Fische, sonst hätte man sie kaum erwähnt. Da es damals jedoch keine einheitlichen Maßeinheiten gab, sind diese fantastischen Größen wahrscheinlich auf Umrechnungsfehler zurückzuführen. Heute nimmt man an, daß das Höchstgewicht für Karpfen bei etwa 90 Pfund liegt, beim Hecht etwa bei 65 Pfund und beim Wels bei rund 300 Pfund.

Höhengrenze
Je höher ein Gewässer liegt, desto geringer ist die Anzahl der darin vorkommenden Fischarten. Denn je höher ein Gewässer liegt, desto kälter und nahrungsärmer ist es. So kommen beispielsweise Forelle und Saibling auch noch in Seen vor, die deutlich über 2000 Meter hoch liegen. Hecht und Aal kommen noch mit Gewässern in rund 1000 Meter Höhe zurecht, Karpfen und Wels sind über 500 Meter über der Meeresspiegel so gut wie nie zu finden.

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